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Kletterer verunglückt

Written by Super User. Posted in Klettern Allgemein

  Am vergangenen Wochenende sind in den Alpen leider wieder 2 Kletterer tödlich verunglückt. Ich möchte nicht über die Unfallursachen spekulieren, aber ich möchte das zum Anlass nehmen, nochmal eindringlich auf die Gefahren beim Klettern hinzuweisen.

Zumindest in dem einen Unglücksfall ist bei einem Sturz wohl auch ein Sicherungshaken gebrochen. Man sollte sich deswegen wieder einmal bewusst machen, dass eine Sicherung beim Klettern im Freien anders als eine in eine genormte Kletterwand geschraubte Sicherung eben keine 100%ige Sicherheit bieten kann. Der Fels arbeitet, die Beschaffenheit des Hakens ändert sich im Laufe der Zeit unter den Einflüssen der Witterung und auch der Fels selbst arbeitet und bewegt sich. Alleine durch Regen, Wind und Frost könen Routen, die letzte Saison noch sicher waren zur Gratwanderung werden.

Bitte seid euch alle beim Klettern im Freien bewusst, dass es immer ein Risiko ist. Und wann immer es geht, verlasst euch nicht auf eine einzige Sicherung, versucht immer mindestens an zwei Sicherungshaken gesichert zu sein. In Klettergärten, wo Sportkletterrouten (Einseil-Touren) geschraubt sind, sind die Umlenker meistens ohnehin mit zwei Schrauben im Fels verankert, was schon eine sehr große Sicherheit bietet, auch wenn es, ich wiederhole mich, im Freien niemals eine 100%ige Sicherheit geben kann und selbst in Kletterhallen passieren Unfälle, die aber meistens nicht mit mangelnden Sicherungsmöglichkeiten zu tun haben.

Trotzdem lasse ich gerne zusätzlich mindestens die letzte Expresse so lange wie möglich zusätzlich in der Wand und nehme sie dann beim letzten mal abseilen wieder mit runter. Und sollte es wirklich mal problematisch werden und man ist sich nicht sicher, wie vertrauenswürdig eine Sicherung ist, dann opfert lieber Material und lasst eine Expresse in der Wand hängen, die kostet ein paar Euro. Und nicht das Leben.

Also, viel Spaß weiterhin beim Klettern, unterschätzt aber niemals das Risiko, überschätzt das eigene Können nicht, denn Klettern im Freien lässt sich nur bedingt in Schwierigkeitsgraden messen. Ich bin schon 6er draußen vorgestiegen, ohne Probleme und bei anderen Routen bin ich im Vorstieg bei einer 5er Tour fast gescheitert. Kein Falscher Ehrgeiz, den könnt ihr in der Halle oder am besten beim Bouldern ausleben. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes und unfallfreies Wochenende!

Geekpeak