Mini militia Klettern Allgemein - Laufen Klettern Reiten

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Globetrotter München

Written by Super User. Posted in Klettern Allgemein

  Der neue Globetrotter in München hat seit ein paar Wochen eröffnet. Die genaue Anschrift lautet:

Globetrotter Ausrüstung
Isartorplatz 8 - 10
80331 München

Der Laden besticht durch das moderne Design, den guten Service und vor allem das Konzept "Erlebnis". So kann man dort in einem Wasserbassin mit Gegenstromanlage verschiedene Kajaks und Paddelboote direkt ausprobieren und testen. Wer eine gute Regenjacke sucht, kann sie in der Regendusche mit Windkanal direkt ausprobieren, wie dicht sie wirklich ist und wer eine Expedition im Gebirge plant kann seinen Schlafsack in einer Kältekammer probieren, und dabei direkt den Luftdruck von 4.000 Metern Höhe spüren.

Dieser Raum lässt sich auch für gezieltes Höhentraining buchen, dort stehen in simulierten 4.000 Metern Höhe einige Cardiogeräte wie Laufband, Fahrrad oder Crosstrainer bereit. Das kann zur Vorbereitung auf eine große Bergtour sehr gut sein.

Natürlich kann man bei Globetrotter München auch nur ganz normal schoppen. Dazu stehen 6.500 qm Verkaufsfläche zur Verfügung. Auch Kletterschuhe kann man direkt ausprobieren an der eigenen Kletterwand. Auch das Personal dort bei Globetrotter ist sehr gut, rund 100 Mitarbeiter stehen vor und hinter den Kulissen bereit um den Kunden beim Outdoorshopping zu helfen.

Genau so muss ein Laden aussehen, der mit Online-Shops nicht nur preislich konkurrieren möchte, sondern wo man auch gerne bereit ist, ein paar Euro mehr zu bezahlen und dafür wirklich gut beraten zu sein und alles ausprobieren zu können. Weiter so, Globetrotter.

Die Highlights von Globetrotter München auf einen Blick:

  • 125 Quadratmeter große Höhen-Kältekammer
  • 60 Meter lange Schuhwand
  • 458 Quadratmeter große Wasseraktionsfläche mit Gegenstromanlage
  • Regenkammer
  • gläserner Klettertunnel
  • 260 Quadratmeter Kinderland
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Kletterer verunglückt

Written by Super User. Posted in Klettern Allgemein

  Am vergangenen Wochenende sind in den Alpen leider wieder 2 Kletterer tödlich verunglückt. Ich möchte nicht über die Unfallursachen spekulieren, aber ich möchte das zum Anlass nehmen, nochmal eindringlich auf die Gefahren beim Klettern hinzuweisen.

Zumindest in dem einen Unglücksfall ist bei einem Sturz wohl auch ein Sicherungshaken gebrochen. Man sollte sich deswegen wieder einmal bewusst machen, dass eine Sicherung beim Klettern im Freien anders als eine in eine genormte Kletterwand geschraubte Sicherung eben keine 100%ige Sicherheit bieten kann. Der Fels arbeitet, die Beschaffenheit des Hakens ändert sich im Laufe der Zeit unter den Einflüssen der Witterung und auch der Fels selbst arbeitet und bewegt sich. Alleine durch Regen, Wind und Frost könen Routen, die letzte Saison noch sicher waren zur Gratwanderung werden.

Bitte seid euch alle beim Klettern im Freien bewusst, dass es immer ein Risiko ist. Und wann immer es geht, verlasst euch nicht auf eine einzige Sicherung, versucht immer mindestens an zwei Sicherungshaken gesichert zu sein. In Klettergärten, wo Sportkletterrouten (Einseil-Touren) geschraubt sind, sind die Umlenker meistens ohnehin mit zwei Schrauben im Fels verankert, was schon eine sehr große Sicherheit bietet, auch wenn es, ich wiederhole mich, im Freien niemals eine 100%ige Sicherheit geben kann und selbst in Kletterhallen passieren Unfälle, die aber meistens nicht mit mangelnden Sicherungsmöglichkeiten zu tun haben.

Trotzdem lasse ich gerne zusätzlich mindestens die letzte Expresse so lange wie möglich zusätzlich in der Wand und nehme sie dann beim letzten mal abseilen wieder mit runter. Und sollte es wirklich mal problematisch werden und man ist sich nicht sicher, wie vertrauenswürdig eine Sicherung ist, dann opfert lieber Material und lasst eine Expresse in der Wand hängen, die kostet ein paar Euro. Und nicht das Leben.

Also, viel Spaß weiterhin beim Klettern, unterschätzt aber niemals das Risiko, überschätzt das eigene Können nicht, denn Klettern im Freien lässt sich nur bedingt in Schwierigkeitsgraden messen. Ich bin schon 6er draußen vorgestiegen, ohne Probleme und bei anderen Routen bin ich im Vorstieg bei einer 5er Tour fast gescheitert. Kein Falscher Ehrgeiz, den könnt ihr in der Halle oder am besten beim Bouldern ausleben. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes und unfallfreies Wochenende!

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Wie gefährlich ist Klettern wirklich?

Written by Super User. Posted in Klettern Allgemein

  Immer wieder werde ich gefragt, ob es nicht gefährlich ist zu Klettern. Schließlich hört man immer wieder von Unfällen und auch von tödlichen Unfällen. Also, wie gfährlich ist Klettern wirklich?

Natürlich birgt der Klettersport gewisse Risiken. Aber im direkten Vergleich zum Reitsport zum Beispiel hat man 99,9% der Risiken selbst in der Hand.

Wie gefährlich ist das Klettern in einer Kletterhalle?

Zunächst muss man unterscheiden, ob man in der Halle kletttern (oder gar bouldert) oder ob man draußen Klettert. In der Halle ist das Risiko, dass eine Sicherung ausbricht gleich null, im Freien kann das je nach Klettergebiet schon mal passieren. Also in einer Halle liegt das Risiko allein bei den beiden Kletterpartnern. Ich beobachte in letzter Zeit im Zuge der steigenden Beliebtheit des Klettersports leider auch eine steigende Anzahl an Leuten, die das ganze zu locker nehmen. Ich habe auch schon Kletterer in der Halle angesprochen, wenn ich gesehen habe dass sie falsch oder zu lasch sichern. Man muss beim Sichern aktiv mitdenken und wissen, ob der Partner gerade etwas mehr Seil benötigt (um ihn nicht aus der Wand zu ziehen) oder ob es im Moment besser ist, die Sicherung sehr eng zu halten.

Es gibt ja keine Regel, im Prinzip darf jeder Klettern und Sichern, der sich das zutraut. Dabei sollte es in meinen Augen gerade in den Kletterhallen des DAV eigentlich immer eine Art "Hallenwart" geben, wie im Schwimmbad einen Bademeister, der den Leuten hilft, Tipps zum besseren Sichern gibt oder auch mal jemandem sagt, dass er oder sie so nicht sichern darf und dass ein Kletterkurs sehr ratsam wäre. Auch hier hat der Kletterer selbst die Verantwortung, wem er seine Sicherung und damit sein Leben anvertraut.

Wie gefährlich ist das Klettern im Freien?

Das Klettern im Freien birgt zusätzliche Risiken. Zunächst möchte ich mich darauf beschränken, Sportklettergebiete zu bewerten. Denn wer freie Touren in ungesichertem Gelände unternimmt sollte sich ohnehin dem großen Risiko bewusst sein.

Aber auch in großen Sportklettergebieten gibt es mehr Risiken als in einer Kletterhalle. Sicherungshaken, die im Felsen stecken können ausbrechen, denn der Fels kann sich verändern und z.B. durch Wassereinschlüsse und Frost spröde werden. Bevor man in ein unbekanntes Klettergebiet geht sollte man auf jeden Fall einen aktuellen Kletterführer ansehen. Dort wird oft auch die Beschaffenheit der Sicherungen bewertet, der Hakenabstand oder auch die Art der Haken. Neue, einzementierte Klebehaken sind sehr gute Sicherungen, alte eingeschlagene Haken oder gar alte Bandschlingen an der Umlenkstelle sollte man wenn möglich vermeiden. Man sollte sich auch niemals alleine auf eine Sicherung verlassen, auch beim Umlenker sollte der Ring idealerweise doppelt gesichert sein und mit einer Kette mit einer zweiten Bohrung verbunden sein. Auch wer sich einen Stand baut sollte das berücksichtigen. Und beim neuen einbinden unbedingt den Knoten zweimal prüfen und wenn möglich auch einmal in den Sicherungsgurt setzen wöhrend man noch eine zusätzliche Standsicherung hat.

Sollte das nicht der Fall sein oder ist die Sicherung aus anderen Gründen nicht ideal, dann ist es immer besser, eine Bandschlinge oder auch eine Expresse zu opfern, ein paar Euro Material an der Wand zu lassen ist besser als ein unnötiges Risiko einzugehen.

Das alles klingt jetzt tatsächlich recht gefährlich. Aber wenn man alles verantwortungsvoll umsetzt und berücksichtigt, kann man das Risiko sehr deutlich eindämmen. Wer verantwortungsvoll klettert und vor allem sichert der hat ein sehr überschaubares Risiko und kann viel Spaß am Klettersport erleben.

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Klettern im Winter

Written by Super User. Posted in Klettern Allgemein

  Ja, wer im Winter klettern möchte und nicht nur in Hallen Klettern will, der könnte ja mal über das Thema Eisklettern nachdenken. Es sei aber gleich gesagt: das hat mit dem normalen Sportklettern nicht viel zu tun. Man sollte auf jeden Fall einen extra Kurs machen, denn das Klettern an vereisten Wasserfällen erfordert nicht nur extra Material sondern auch eine eigene Technik. Allein das Sicherungsprinzip bleibt das Gleiche, wobei auch hier das Problem ist, dass es im Eis normalerweise keine sicheren Bohrhaken oder ähnliches gibt, denn selbst wenn jemand auf die Idee käme, eine Route zu "schrauben" wird das niemals eine sichere Sicherung sein, dazu ist Eis zu dynamisch.

Aber wer einen Kurs beim DAV (Deutschen Alpenverein) belegen will, der wird bestimmt viel Spaß haben und vor allem eine ganz neue Art des Kletterns in der freien Natur kennen lernen. Es ist aber wie gesagt wirklich unerlässlich, das Eisklettern professionell zu erlernen, denn sowohl das Thema Steigeisen muss man lernen wie auch den Umgang mit Eisschrauben und Pickel. Und das wichtigste ist, dass man Erfahrung sammelt in der Beurteilung des Gefrierzustandes eines Wasserfalles. Denn Eis ist eben nicht gleich Eis. Und wie so oft beim Klettern hängt von der richtigen Risikoeinschätzung und der idealen Sicherung das Leben eines Kletterers ab.

Wem das nicht ausreicht, dem empfehle ich einen Blick auf die Internetseite "Mordssport" (www.mordssport.com), dort findet man weitere Sportarten wie Snowkiten oder Infos zum Freeride Skiing, die man im Winter ausprobieren kann.

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